Reduktion von Verwachsungen – welche Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es?

BauchZwei sich ergänzende Wege haben sich als effektiv erwiesen, um die Bildung von Verwachsungen im Bauchraum
nach einem chirurgischen Eingriff zu verringern. Zum einen ist die sorgfältige und möglichst gewebeschonende Operationsmethode entscheidend, um die Entstehung von Verwachsungen im Bauchraum deutlich zu reduzieren. Körperfremde Stoffe, wie etwa Puder aus Operationshandschuhen, Naht- oder Netzmaterial, aber auch eine Infektion im Wundgebiet oder Blut im Bauchraum begünstigen die Bildung von Verwachsungen und sollten minimiert werden (1).
Zurzeit wird kontrovers diskutiert, ob die Bauchspiegelung weniger Verwachsungen verursacht, als der herkömmliche Bauchschnitt. Die einzige Therapie zur Lösung von Verwachsungen besteht in der Operation, die ihrerseits wieder zu Verwachsungen führen kann. Nach einer operativen Lösung treten bei ca. 85 % der Patienten erneut Verwachsungen auf (2).

Aber: Bis heute können Verwachsungen nicht 100 % vermieden werden.

Darüber hinaus kann der Operateur als Ergänzung zur sorgfältigen und möglichst gewebe-schonenden Operationstechnik die Wundstellen im Bauchraum davor schützen, mit dem umgebenden Gewebe zu verwachsen. Verfügbare Produkte reduzieren das Entstehen von Verwachsungen auf unterschiedlichen Wegen. Einige beeinflussen die biologischen Prozesse der Verwachsungsentstehung. Andere bilden während des kritischen Zeitraums der Entstehung von Verwachsungen, d. h. während der ersten 5 Tage nach der Operation, mechanische Barrieren zwischen den Organen, die miteinander verkleben könnten.

Die Trennung kann man z. B. durch lokal spezifische Barrieren (Filme und Gele), die auf die Bauchfellwunde aufgetragen werden, erzielen. Auch eine gegen Ende der Operation im Bauchraum zurückgelassene Flüssigkeit gewährleisten, dass die Organsysteme durch schwimmende Bewegung weniger verkleben können. Für begrenzte Gewebedefekte sind die lokalen Barrieremethoden entwickelt worden.

Beispielsweise existiert ein Gel aus Hyaluronsäure, das während der Operation auf die frischen Wundränder aufgebracht wird und das Verkleben mit dem benachbarten Gewebe verringert. Das Gel wird mit der Zeit vollständig abgebaut. Diese natürliche Barrieremethode hat sich in Studien bei der Vermeidung von Verwachsungen als ausgesprochen wirkungsvoll erwiesen (3-5).

Maßnahmen zur Vorbeugung von Verwachsungen

Gewebeschonende Operationstechnik

Barrieremethode, z. B. mit HYALOBARRIER® GEL

Welches Produkt die Entstehung von Verwachsungen am besten verringert, hängt von derOperation und dem Operationsverlauf ab. Die Entscheidung darüber muss daher der Operateur treffen. Fragen Sie Ihren Arzt und Operateur, ob bei Ihrem geplanten operativen Eingriff eines der verwachsungsreduzierenden Produkte eingesetzt werden kann, ergänzend zur optimalen Operationstechnik.