HYALOBARRIER® – Prinzip der 'Barrieremethode'
HYALOBARRIER® GEL und GEL ENDO wurden für den Einsatz bei Operationen am offenen Bauch bzw. bei Knopfloch-Operationen (endoskopischen, minimal-invasiven Eingriffen) entwickelt. Sie schützen frische Operationswunden im Bauch- und Beckenraum und vermindern die Bildung von Verwachsungen.
Die HYALOBARRIER® Gele bestehen aus Hyaluronsäure, einer organischen Substanz, die auch im menschlichen Bindegewebe vorkommt. Hyaluronsäure wird in der Medizin, insbesondere bei orthopädischen Erkrankungen und in der Augenheilkunde, aber auch in der Kosmetik bereits seit 20 Jahren verwendet und hat sich als sicher und gut verträglich erwiesen.
Gegen Ende eines operativen Eingriffs im Bauchraum wird das HYALOBARRIER® Gel an den Stellen aufgetragen, an denen die Bildung von Verwachsungen wahrscheinlich ist. Aufgrund seiner Beschaffenheit haftet es sehr gut auf Organoberflächen und auf der inneren Bauchwand. Während der anschließenden Heilungsphase bewirkt das Gel, dass die Wundgebiete nicht mit den angrenzenden Geweben verkleben können. Diese sogenannte Adhäsionsbarriere verhindert also den ersten Schritt der Entstehung von Verwachsungen. Sieben Tage nach der Operation ist das Gel vollständig vom Körper abgebaut. Zu diesem Zeitpunkt ist der Heilungsprozess soweit fortgeschritten, dass die Bildung von Verklebungen kaum mehr stattfindet und sich infolge dessen auch deutlich weniger Verwachsungen bilden. Die Wirksamkeit des HYALOBARRIER® Gels wurde in Studien nachgewiesen (1-5).
Die folgenden Abbildungen zeigen das Prinzip der Barrieremethode:

Abbildung 1: Eine Operationswunde in der Bauchhöhle gibt Wundsekret ab. Das darin enthaltene Fibrin kann den Eileiter mit der Bauchwand verkleben.

Abbildung 2: Das HYALOBARRIER® GEL trennt den Eileiter von der Bauchwand, ein Anhaften und Anwachsen wird dadurch verhindert.

Abbildung 3: Nach 7 Tagen ist das Gel vollständig vom Körper in Form von Wasser und Kohlendioxid ausgeschieden(6). Eine Verwachsung wurde vermieden.

Abbildung 4: Ohne Barrieremethode hätten sich aus der anfänglichen Verklebung zwischen dem Bauchfell und dem Eierstock bzw. dem Eileiter breite Verwachsungsstränge gebildet.
(1) Metwally M et al. Cochrane Database Syst Rev. 2006
(2) Pellicano M et al. Fertil Steril. 2005
(3) Guida M et al. Hum Reprod. 2004
(4) Pellicano M et al. Fertil Steril. 2003
(5) Acunzo G et al. Hum Reprod. 2003
(6) Renier D. et al. Biomaterials. 2005
